Over-the-Counter-Derivat
Over-the-Counter-Derivat
Was ist ein Over-the-Counter-Derivat?
Ein Over-the-Counter-Derivat, kurz OTC-Derivat, ist ein Finanzinstrument, das außerhalb von regulierten Börsen gehandelt wird. Es handelt sich um private Vereinbarungen zwischen zwei Parteien. Dabei wird der Wert des Derivats von der Preisentwicklung eines zugrundeliegenden Basiswerts abgeleitet, wie zum Beispiel Aktien, Zinsen oder Währungen.
Wie wirken sich OTC-Derivate auf den Cashflow aus?
Unternehmen nutzen OTC-Derivate oft, um ihr Risiko gegen unerwünschte Preisänderungen abzusichern. Sie können dabei helfen, den Cashflow zu stabilisieren, indem sie die Kosten für den Erwerb von Rohstoffen oder die Umrechnung von Währungen vorhersehbarer machen. Allerdings können sie auch das Gegenteil bewirken und bei ungünstiger Marktentwicklung zu Verlusten führen.
Vorteile von OTC-Derivaten
Der größte Vorteil von OTC-Derivaten liegt in ihrer Flexibilität. Sie können individuell auf die Bedürfnisse der beteiligten Parteien zugeschnitten werden. Außerdem ist der Markt für OTC-Derivate oft tiefer und breiter als der für standardisierte Börsenderivate, was zu besseren Preisen führen kann.
Risiken von OTC-Derivaten
Da OTC-Derivate nicht über eine Börse abgewickelt werden, besteht ein erhöhtes Kontrahentenrisiko, das heißt, es besteht das Risiko, dass eine Partei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Zudem sind sie weniger transparent und können komplex sein, was das Risikomanagement erschwert.
Fazit
Over-the-Counter-Derivate sind ein zweischneidiges Schwert. Sie bieten Unternehmern individuelle Möglichkeiten zur Risikoabsicherung und können zur Stabilisierung des Cashflows beitragen. Es ist jedoch wichtig, das inhärente Risiko dieser Instrumente zu verstehen und sorgfältig zu prüfen, bevor man sie einsetzt.